Wir wünschen allen Kakteenfreunden ein blütenreiches Jahr 2026 und viel Freude an den dornigen Gesellen

Eigentlich hätte sich nach den Corona-Jahren alles normalisieren können, wenn... die Jahre die Anzahl der Kakteenfreunde nicht dezimiert hätte. Viele sind von uns gegangen, viele können nicht mehr Autofahren und viele meiden Autofahrten in der Nacht und so vermindert sich die Zahl der Mitglieder auf natürliche Weise. Wenn dann noch Hass und Freude an der Zerstörung des Vereins mitwirken, ist es eben vorbei mit den gemeinsamen Kakteenfreuden. Dazu hat unsere Wirtin die Wirtschaft aufgegeben und damit ist auch unser wunderbares Vereinsheim nicht mehr vorhanden. Ein neues zu finden ist schwer, denn die geringe Mitgliederzahl verspricht dem Wirt keine guten Geschäfte. Also haben wir beschlossen, nur noch unter engen Freunden im privaten Kreis Vorträge und Filme vorzuführen. Die Einladung zum dazu gegründeten Kaktus-Digi-Klub erfolgt persönlich, um zukünftig infame vereinszerstörerische Personen auszuschließen..

Unser Angebot an Shows, die wir auf Lager haben und zeigen könnten, sehen Sie unter "Termine". Eine Auflistung der bisherigen Shows und Vorträge ist unter "Vorträge" ersichtlich und unter "Kaktus-Digi-Klub" können Sie den Klub kennenlernen und die gewesenen Shows teilweise in Bildern verfolgen.

Wir hoffen auf ein nächstes Mal

Endlich nach der langen Corona-Zeit und dem Wegfall unserer Wirtschaft in Polling trafen sich Freunde des Kaktus-Digi-Klub in kleinem Kreise wieder. Den Besuch der Familie Jauernig aus Kärnten nahmen wir zum Anlass, ein solches Treffen zu arrangieren. Es fand im Wohnzimmer in Seeshaupt statt und da war es doch begrenzt. Die Anwesenden waren jedoch so begeistert, dass wir beschlossen haben, in diesem Sinne weitere private Treffen zu organisieren. Hansi Jauernig zeigte seine letzte Reise nach Mexiko mit einem Bilderreigen von Erinnerungen. Mexiko mit Musik untermalt und live kommentiert vom Hansi erweckte auch die Geister wieder und die Lust auf weitere Treffen mit allen alten Freunden. Auf Club-Abende verzichten wir, da viele Interessierte aus Altersgründen das Autofahren in der Nacht möglichst vermeiden.

Ein Fünkchen Hoffnung zwischen all den Dornen
Uebelmannia flavispina blüht wieder am Heiligen Abend obwohl sie ihre Wurzeln wegen Wurzelläuse verloren hat

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 Vor dem Weihnachtsfest verblüht -
am Neujahrstag zeigt Weingartia pucaraensis wieder 4 Knospen zur Begrüßung des Neuen Jahres
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Kalanchoe synsepala aus Madagaskar

Ferocactus lindsayi -Blüten an den Weihnachtsfeiertagen zwischen den Früchten des Weihnachtsfestes vor einem Jahr
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Kalanchoe synsapala bildet Ausläufer in Form von bis zu 40cm langen dünnen Stiele, an deren Spitzen sich die kleinen Blüten zeigen oder sich auch ein Trieb als Ableger entwickelt.

Auch die hakendornenlose Mammillaria perezdelarosa ssp andersoniana hat sich zur Weihnachtsblüte entschlossen
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Die Schau

Der Vortrag von Hansi Jauernig aus Villach in Kärnten mit dem Titel "Wir fliegen ins Land der Kakteen" zeigte Bilder von seiner letzten Reise ins Land der Kakteen, Bilder nicht nur von all den unterschiedlichsten Kakteen sondern auch von Land und Leuten Mexikos. Die zu einem Film zusammengefügten Bilder dokumentieren mit Musik seine letzten Erlebnisse in Mexiko. Es war ein abwechslungsreicher und interessanter Vortragsnachmittag bei Kaffee und Kuchen. Dank dem Hansi auch für seinen humorvollen Kommentar. Ein bisschen Wehmut klang schon mit, war es doch tatsächlich seine letzte Kakteenreise. Es war ein schöner Start nach den trostlosen Corona-Jahren.

Mexico - auch auf seinen Pyramiden wachsen die Kakteen. Mexico beheimatet die größte Vielzahl.
Kugelrunde Echinocactus grusoniis an seinem neu gefundenen Standort in der Region Zacatecas

Einen kleinen Digi-Klub-Nachmittag ...

organisierten wir am 17. Mai bei uns in Seeshaupt. Ein Kaffeeklatsch mit Kuchen bei angeregter Diskussion und Austausch von Erinnerungen mit folgender Filmvorführung. Ausgewählt wurden 2 Filme mit Bildern von Hansjörg Jucker aus seinen zahlreichen Bolivienreisen. Leider konnten er und seine Frau Dora nicht teilnehmen. Wir genossen die phantastischen Bilder von Boliviens Landschaften, Leute und Kakteen. Jucker hat in Boliviens Bergwelt der Anden 7000 km zu Fuß zurückgelegt, um Kenntnisse über dort vorkommende Kakteen zu ergründen. Er hat dabei zahlreiche nicht immer erfreuliche Abenteuer erlebt. Es war ein schöner Nachmittag, der sich bald wiederholen wird.

La Paz mit seinem 6439m hohen Bergmassiv Illimani. La Paz mit knapp einer Millon Einwohnern liegt in einer Höhe von 3200 bis 4100m.
Blossfeldia liliputana - der kleinste Kaktus der Welt bewohnt die Felsen in der Ostflanke der Anden. Er hat weder Dornen noch Rippen.

Traurig aber wahr - Kakteenbörse bei Oberland eine Pleite

Am 4. Mai 2025 fand die Kakteenbörse Oberland im Wirtsgarten in Eberfing statt. Eine Börse des Niedergangs, keine Kundschaft und viele Anbieter blieben aufgrund der schlechten letztjährigen Erfahrung lieber zuhause. Es war so trostlos, die paar armseligen Verkäufer mit ihren Kistchen und den kundenlosen "Stachelziehkaktus" bei den Damen anzusehen, dass ich vor Entsetzen vergessen habe, diesen Anblick fotografisch festzuhalten. Dabei kamen die Hobbyanbieter von weither gefahren, aus der Landshuter und Salzburger Gegend, gewiss auch zum letzten Mal. Die waren zu bedauern, es war eine Schande, was ihnen da geboten wurde. Dennoch warb man schon für's nächste Jahr und behauptete vermessen, es wäre gut gelaufen. Statt um 14 Uhr war die Börse schon um 12 Uhr zu Ende, nicht weil alles verkauft war sondern weil ohne Kunden die Börse keinen Sinn hat. Was ist aus diesem einst so glorreichen Verein nur geworden? Fast 4000 Euro Restkapital verschleudert und nichts draus gemacht.

Solche Bilder waren wir gewohnt. Gut besuchte Börsen mit Kakteenfreunden und aus vielen Vereinen und private Interessenten, die durch perfekte Werbung nach Polling kamen. Das Stachelziehen war für Kinder ein besonderer Spaß. Aber zu so einem Efolg gehören Freundschaften, Engagement und Werbegeschick, sonst sieht eine Börse so aus wie am 4. Mai 2025.

Und dann auch noch sowas....

Einer Pflanzenfreundin, die sich in Kaktus verliebt hat, aber völlig ahnungslos war, verkaufte einer der Händler einen total verlausten Ferocactus. Ahnungslos dachte sie es wäre ein Schimmelpilz und behandelte ihn dementsprechend, was natürlich nichts nutzte, die Läuse kamen wieder. Wie kann ein Kakteenexperte so eine Pflanze zum Verkauf anbieten? Dachte man, wenn der eingeht, kommt sie nächstes Jahr wieder?

Er hat keine Chance mehr...
Läusezucht auf Opuntien auf Lanzarote

Damit sowas nicht nochmal passiert...

...sollte jeder Kenntnis davon haben, um nicht befallene Kakteen zu erwerben. Die Schmier- oder Wolllaus liebt Kakteen und ist zugleich ihr größter Feind. Schon vor langer Zeit färbte man mit dem Farbstoff Karmin aus dem Blut der weiblichen Cochenillelaus die Kardinalsgewänder und Lippenstifte. Auch heute soll dies noch der Fall sein. Um sie zu züchten gibt es auf Lanzarote Opuntienfelder, wo die Läuse in Kulturen auf Blättern der Opuntia ficus-indica angesetzt werden.

Copiapoa cinerea ist Kaktus des Jahres 2026

Copiapoa cinera und seine anderen Artgenossen sind zur Zeit heißbegehrte Kakteen bei den Dornenfreunden. Hoch gehandelt weil selten und langsam wachsend und die hohe Nachfrage im asiatischen Markt erzielen sie teils utopische Preise. Copiapoa cinerea ist dabei der Favorit. sie wächst in der Provinz Copiapo in der Attacama-Wüste in Chile.

Die schönsten Jahre mit Kakteen sind Vergangenheit aber nie vergessen

Am 30. Juli 2018 ging der dritte und letzte Kakteentransport von Seeshaupt in den fernen Süden! Meine Kakteen haben keine Winterprobleme mehr und ich auch nicht mehr! Das Zittern vor den regelmäßigen Stromausfällen im "hochtechnisierten" Deutschland ist nun vorbei. Fast 60 Jahre Kaktuswahnsinn ist beendet! Traurig? Nein, kein bisschen! Erlöst, ja! Viele Erfahrungen und Erinnerungen bleiben, schöne aber auch bedauerlicherweise sehr schlechte. Deswegen gibt es auch den Kaktus-Digi-Klub, um uns vor infamen und intriganten Mitgliedern zu schützen. Es war eine schöne aber auch verrückte Zeit, die einen Teil des Lebens geprägt hat.

Der Kaktus-Digi-Klub im kleinen Kreise mit persönlichen Einladungen wird weiter bestehen bleiben!

Jedes Jahr im Herbst fielen schön gewachsene Triebe des T. senilis um. Die in der warmen Gewächshausluft zu üppig gewachsenen Triebe entwickelten ein zu schwach ausgebildetes Leitbündel. Gleiches passierte mit einigen Cleistocactus strausii, dessen Säulen extrem bis zu 12 cm dick und bis zu 3m hoch wuchsen. Auch da lag im Herbst manchmal einer quer im Auspflanzbeet, sichtlich ein zu zart ausgebildetes Leitbündel.
Er fühlt sich sauwohl auf Sardinien, der Thrixantocereus senilis! Seit mehreren Jahren ist er nun auf der Insel im Freien ausgepflanzt, hat er sich schnell eingewöhnt, neue Sprosse gebildet und die alten verlängert, an jenen Cephalium gebildet und viele Blüten. Das hat er im Gewächshaus nie geschafft!
Strahlende Kakteen und Orchideenblüten im Gewächshaus
Eine Kakteenschau bei Tag und in der Abendsonne
 
 

Es war einmal...

Das Gewächshaus, bepflanzt mit über 10 000 Kakteen und einigen anderen Gewächsen, ist abgeräumt. Mit den Kakteen sind auch die Eidechsen, Blindschleiche, Ringelnattern und der Laubfrosch Friedolin sowie vieles andere Getier verschwunden. Was übrig blieb, ist eine Bimskieswüste. Im Sommer sind es nun Tomaten, die dort gedeihen.

Tomaten - heute der Schlager, gezogen im kuhmistgedüngten Bimskiesboden! "Nachhaltiger" sind sie als die Kakteen, insbesondere weil sie sich von auch von grün nach rot verwandeln!
In tiefem Rot gibt es auch eine "Königin", wenn sie mit Disocactus gekreuzt wird.
Die letzten Triebe der "Königin der Nacht" Selenicereus grandiflora zeigen überraschenderweise noch Blüten und die Kamera wird sie auf Bild und in Zeitraffer erfassen.
Selenicereus macdonaldiae ist wildwüchsiger und besitzt die größten Blüten im Kakteenreich mit bis zu 42cm Durchmesser. Ihre Blüten sind nicht so diszipliniert wie jene der S. grandiflora.
Sechs Blüten öffneten in einer Nacht. Die "Königin" hat die größten Kakteenblüten, die bis zu 40cm Durchmesser erreichen können, dazu muss sie aber gut gedüngt werden, am besten mit Kuhmist und Humus. Ihre Artgenossin S. macdonaldiae hatte das Gewächshaus als riesiges Gestrüpp überwachsen und in einer Nacht 65 Blüten geöffnet,
 
 
Vatricania guenteri ist auch selten in Sammlungen zu finden. Das attraktive Cephalium und dieRosa Blüten selten zu bestaunen.
So hat Espostoa lanata in Bayern geblüht. Nun darf er das am neuen Standort in Ligurien

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Weberbauerocereus longicomus ist in Sammlungen kaum anzutreffen und blühend schon gleich gar nicht. Sie wächst baumartig mit Ästen und blüht sehr spät im Alter.

Die DKG und ihr charakterloses Verhalten

Kennst Du Kakteen? Weißt Du, wo die Kakteen herkommen? Weißt Du warum sie "Stacheln" haben? Weißt Du wie schön sie blühen? Weißt Du, was ein Cephalium ist? Weißt Du, dass sie aus Samen wachsen? Kennst Du den Kaktus des Jahres? Weißt Du das alles nicht, dann frag' wen?? Ich hätt's euch sagen können!-- Aber der Werbespot musste entfernt werden, weil er ohne Anfrage und Genehmigung vom Vorstand und den Medienbeauftragten der DKG in der Facebookseite der DKG veröffentlicht wurde und damit Persönlichkeitsrechte verletzt wurden. Eine Entschuldigung blieb bis heute aus! Es ist eben Charaktersache! Die wiederholten Skandale zeigen wie vertrauensunwürdig dieses Netzwerk ist.. und gerade dort veröffentlicht die DKG auch noch Fotos von fremden Kindern ohne zu fragen!

Stelle vor: Der Kaktus des Jahres 2026 Copiapoa cinerea

Rückblick

Vor nun schon über 17 Jahren bei der JHV der DKG vom 28. Mai bis 1. Juni 2008 in Weilheim war die Premiere der Multivisions-Panorama-Show  "Kakteenkontinent Amerika - von Kanada bis Patagonien". Mit 3 Beamern damals neuester Technik zeigten wir die Show auf einer 12m breiten und 4m hohen Projektionswand fast in 4K-Qualität. Zum 10-jährigen Jubiläum haben wir die 2-stündige Show in Kinoformat 21:9 aufbereitet und beim Digi-Treffen am 26.10.2018 im Neuwirt in Polling gezeigt.

Kakteenkontinent Amerika - von Kanada bis Patagonien

Kakteenkontinent Amerika - von Kanada bis Patagonien

Der Film über Kakteen, den es nur einmal gibt. Er zeigt Kakteen und Landschaften, in denen sie zuhause sind im Panoramaformat. Zwei Stunden dauert die Reise durch den amerikanischen Kontinent. 25 Kakteenreisende stellten dafür ihre Fotos zur Verfügung. Leider konnte eine von der DKG beabsichtigte begrenzte Herausgabe auf DVD für Mitglieder wegen unbezahlbarer Forderungen der Musik- und Verlagsbranche für die Urheberrechte nicht verwirklicht werden.

Vorträge

Die Show  "Naturbeobachtungen rund um das Schwarzlaichmoor" wurde aufgrund des großen Interesses im Haus der Vereine in Hohenpeißenberg wiederholt. Viele Besucher kamen und waren begeistert von den fantastischen Bildern von Hermann Weckerle, die er in jahrelanger Fotoarbeit zusammengestellt hatte. Mit großem Beifall wurde ihm gedankt vom Publikum und von der Vorsitzenden des Bund Naturschutzes OG Hohenpeißenberg Frau Conny Schneider. Am 20. September 2018 fand eine weitere Vorführung beim Obst- und Gartenbau-Verein Peiting mit großem Interesse der Mitglieder statt. Ein weiteres Highlight von Hermann Weckerle "Faszination Natur - Glanzlichter der Naturfotografie" wurde in Oberhausen/Huglfing gezeigt und steht weiterhin auf dem Programm. Interesse an weiteren Aufführungen besteht und falls ein Termin zustande kommt, werden wir hier berichten.

Was kreuzt sich da alles im Gebirgszug des Cerro Pucara in Bolivien?

In einer Studie von Hansjörg Jucker ergab sich Erstaunliches. Nach jahrelanger Suche von Verbindungs- und Übergangszonen, wo sich beide Gattungen treffen, hat Hansjörg jene gefunden. Er hat festgestellt, dass sich Weingartia und Sulcorebutia freudig miteinander bestäuben und daraus alle möglichen Zwischenformen entstehen. Hauptkriterium und leicht erkennbar dabei ist die Blühzone. Bei Weingartia ist bekannt, dass die Blüten um den Scheitelbereich entstehen, während bei den Sulcos jene sich ausschließlich an der Basis und im unteren Bereich bilden. In der Übergangszone konnte er feststellen, dass hier Pflanzen wachsen, die sich daran nicht halten und Blüten an verschiedenen Körperregionen entstehen lassen.

Kreuzungen von Weingartia mit Sulcorebutia am Cerro Pucara in Bolivien:

Weingartia pucaraensis und Weingartia insignis

Weingartia pucaraensis und Weingartia insignis treffen sich auf 2500m Höhe, doch Liebe gibt es nicht, denn eine blüht im Frühjahr und die andere im Herbst. Aber es muss wohl doch eine Möglichkeit geben und vielleicht mischt da auch noch ein anderer mit? Eines dieser seltsamen Geschöpfe steht zur Überwinterung am Fensterbrett, es ist der 19. Januar und es blüht. Sie hat ausgefallene Merkmale: In der Jugend und als Kindel am Stamm braungefärbte Epidermis, die sich dann in der Sonne in grün verwandelt. Sie wächst säulenförmig 22cm hoch und 5cm im Durchmesser (im Gewächshaus in voller Sonne, also kein Lichtmangelaustrieb), ihre Kindeln sprossen aus einer Spiralkante von unten bis oben und sie blüht mit wenigen Unterbrechungen fast das ganze Jahr. Was hat der Pucara-Experte da auf dem Berg gefunden? Es bleibt ein Rätsel.

Braun gefärbt in der Jugend und ...
… auch der Spross bleibt lange Zeit braun bis er sich in grün wandelt
Da staunen die "Pilzköpfe" wie der Kleine blüht in der Winterzeit
Für eine Weingartia ein unerwartetes Längenwchstum
Blütezeit fast immer und besonders schön auch zur Weihnachtszeit

Ist sie eine Kreuzung von W. pucaraensis und W. insignis? Ihre Heimat ist der Cerro Pucara in Bolivien im Bereich von 2500m Höhe, Sie hat sich von der kleinen flachkugeligen Kaktee mit ursprünglich brauner Epidermis zu einer für Weingartien ungewöhnlichen säuligen Körperform entwickelt. Die Sprosse haben sich von Kopf bis Fuß an einer Zeilenreihe entwickelt. Die Blütenfarbe entspricht jener von W. pucaraensis. Das Kuriose daran ist, dass ihre Blütezeit weder auf das Frühjahr noch auf den Herbst begrenzt ist, sie blüht bis auf wenige Erholungstage fast das ganze Jahr. Und das auch zu Weihnachten und dem Jahreswechsel. Diese fast ganzjährige Blütezeit lässt den Schluss zu, dass dieses Pflänzchen den Erfolg einer seltenen Liebesbeziehung der beiden Weingartiaarten darstellt, die eigentlich nach deren getrennten Blütezeiten nicht vorkommen dürfte. Das Längenwachstum bleibt trotzdem ungelöst.

Ein dankbares Pflänzchen mit Blüten fast übers ganze Jahr
Weingartia insignis - der vermutliche Kreuzungspartner der W. pucaraensis,, seine rote Blüte hat er nicht weitervererbt